top of page

Fischerkapellchen im Wert von 5 € ;-) !



In der Albatrosstraße, nur einen Steinwurf von der Wohnung entfernt, befindet sich die Fischerkapelle.1854 ließ Pfarrer Nounckele eine neugotische Kapelle in den Dünen entlang des Fischerwegs errichten, der vom Norddorf zum Strand führte. Später wurde der Weg von der Gravestraat aus verlängert und erhielt den neuen Namen Breidelstraat (die heutige Vuurtorenstraat).


Die Kapelle erhielt zunächst den Namen la chapelle des vœux, auf Flämisch „de kapel der verzuchtingen“. Das Fischerkapellchen wurde schnell zu einem Begriff in Heist und Umgebung, besonders für Hochseefischer und deren Angehörige, die um Schutz baten oder im Verlust Trost und Stärke bei der Heiligen Jungfrau Maria suchten.


1868 musste die Kapelle abgerissen werden, da aufgrund der empfindlichen Dünen neue Parzellierungsarbeiten erforderlich waren. 1891 erwarben vier Ordensschwestern der Kongregation der Schwestern der Unbefleckten Empfängnis für 200 Franken (5 €) ein Grundstück am Rande der Dünen von der Société Anonyme de Heyst-sur-Mer. 1892 wurde dort für 3.500 Franken die neue Gebetsstätte errichtet.


1927 wurde die Kapelle restauriert und um eine rückwärtige Kapelle mit einer Statue der Heiligen Theresia und einem Gedenkstein erweitert. Damals wurde auch die Inschrift angebracht: "Hier ist das Fischerkapellchen Errichtet in den Dünen durch Pfarrer E.H. Nounckele und Reeder C. BassensAnno 1892Restauriert und verschönert in den Jahren 1927–1928".


1975 wurde die ursprüngliche Statue der Unsere Liebe Frau, Stern des Meeres, am helllichten Tag gestohlen. Der Heistener Jos Ackx fertigte eine exakte Kopie der ursprünglichen Statue an, die am 1. November 1975 feierlich eingeweiht wurde. Gleichzeitig wurde an der Fassade eine Gedenktafel mit der Aufschrift angebracht: "Fischerkapelle 1854 – Heyst lebt"


In der Kapelle hängen unter anderem 27 Rettungsringe und 35 Gedenktafeln als Zeugnis und frommes Andenken an auf See verlorene Familienmitglieder.Die Fischerkapelle steht noch immer am gleichen Ort, ist seit 1985 als historisches Erbe anerkannt und wurde 2016 erneut restauriert.

 
 
 

Kommentare


bottom of page